Nachgefragt

Jan-Ole Sievers (25, KSC, Bolton Wanderers Academy, 1. FC Kaiserslautern, FC Gifu)

André: Jan-Ole, wir beide hatten in der Zeit von 2005 bis 2011 sieben gemeinsame Spielzeiten in der KSC-Jugend. Welche Trainingsinhalte sind für dich aus dieser Zeit heute noch präsent?

J.-O.: Für mich sind die Trainingsinhalte des Übergreifens heute noch sehr präsent. Aber auch an die Reaktionseinheiten an der Betonwand alla Oliver Kahn erinnere ich mich gern. Diese sind mir in den letzten Jahren immer wieder zu Gute gekommen.

Du entstammst beim KSC diesem erfolgreichen Torwartjahrgang mit Christian Ortag (FC Ingolstadt, SSV Ulm) und Timon Wellenreuther (u.a. Schalke 04 und RSC Anderlecht). Warum ist von euch heute keiner die Nummer 1 im Wildpark?

Ja, leider sollte es wohl für keinen von uns - aus welchem Grund auch immer - eine Chance bei den KSC-Profis geben. Dann haben wir uns eben auf andere Wege begeben.

Im Kalenderjahr 2019 spieltest du für den FC Gifu in der J2-League. In dieser Zeit telefonierten wir häufig und sprachen über diverse Inhalte des mentalen Trainings. Was hast du in dieser Zeit gelernt?

In dieser Zeit habe ich sehr viel über Atemtechniken lernen können. Vor allem, um mich vor und während den Spielen den Stresssituationen entziehen zu können. Das ist als Torwart nur von Vorteil.

Mathias Moritz (32, Karlsruher SC, SV Spielberg)

Auszug eines Interviews

André: Mit dem SV Spielberg spieltest du einige Jahre erfolgreich in der Oberliga und eine Saison sogar in der Regionalliga Südwest. Seit 2019 arbeiten wir dort nun wieder zusammen. Wie wichtig ist dir das Torwarttraining auf und neben dem Platz?

M.: Ohne Torwarttrainer kann kein Torhüter seine Leistungen über eine Saison hinweg auf konstantem Niveau halten. Somit nimmst du eine essenzielle Rolle bei uns im Verein ein. Wie auch schon in meiner Jugendzeit, ist mir neben deiner fachlichen Kompetenz vor allem deine positive Sicht wichtig. Bei dir ist das Glas immer halb voll und das ist für den mentalen Zustand eines Torhüters extrem wichtig. Das du dies mit Videos aus den Trainings und Spielen regelmäßig visuell untermauerst, ist eine enorme Bereicherung für uns als Torwartteam. 

Eric Thust (16, SVK Beiertheim, FC Nöttingen, SV Sandhausen)

Auszug eines Interviews

André: Eric, ich begleite deinen sportlichen Weg bereits seit acht Jahren. Was hast du in dieser Zeit gelernt, was dir heute auf und neben dem Platz hilft?

Eric: Du hast anfangs immer viel Wert auf die Technik gelegt. Außerdem hast du gesagt: "Bis zur D-Jugend ginge es auch so, das Training ist für später, wenn das große Tor und der große Strafraum im Mittelpunkt stehen." Der Übergang in dieser Zeit war dann auch kein Problem für mich. Auch helfen mir heute auf dem Platz die früh automatisierten Techniken und deine Vorgabe, getroffenen Entscheidungen durchzuziehen. Neben dem Platz sind es die Themen des Fokussierens, die Konzentration und der Umgang mit Stress und eben hundertprozentig zu Entscheidungen zu stehen,

A.: Du trainiertest u.a. in Brasilien, England und der Schweiz in der Vergangenheit mit Top-Torwarttrainern. Wo liegen die Unterschiede zum Training bei mir?

E.: In Brasilien und England wird ein anderer Fußball gespielt, mit verschiedenen Anforderungen an das Torwartspiel. Somit wird auch auf verschiedene Dinge Wert gelegt. In Brasilien war die Intensität sehr hoch, mit vielen Aktionen nacheinander. In England war es die Härte im Spiel, wenig Spielaufbau und Hauptsache kein Gegentor! Die Schweizer Torwartschule ist mit dem modernen Torwartspiel am nächsten an deiner Ausbildung - allerdings mit mehr Regeln. Ja, das waren überall tolle Trainer und Fachleute. Der Unterschied zu dir ist, dass du mich bereits mein halbes Leben lang kennst und das dadurch ein anderes Vertrauensverhältnis besteht.

 


Silas Baur (17, 1. FC Heidenheim, SSV Ulm, Stuttgarter Kickers, 1. FC Kaiserslautern)

Auszug aus einem Interview

André: Du bist noch ein junger Torwart, der in verschiedenen Nachwuchszentren gezielt von geschultem Personal ausgebildet wurde und wird. Wie wichtig ist dir der Baustein "mentale Fitness" im Vergleich zu den Themen Technik, Taktik und Athletik?

Silas: Dies ist für mich ein sehr wichtiger Aspekt. Oftmals wird der Baustein metale Fitness von den Spielern vernachlässigt. Ich bin der Meinung, dass psychische Stärke und Gleichgewicht einen sehr guten Spieler ausmacht und man es ihm auch anmerkt, ob er mentale Stärke besitzt. Nicht nur im Fußball, sondern auch im Leben sonst profitiere ich davon. Ein kompletter Spieler muss alle der von dir genannten Bausteine trainieren und somit stets verbessern. Bei mir wirkt das wie eine Kettenreaktion. Wenn ein Baustein nicht passt, funktioniert es auch nicht.

 

Brian Graehl (15, Rüppurrer FG, Sportfreunde Forchheim, Karlsruher SC)


André Schmidt

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